Ende einer Ära: Bürstner baut ab 2027 keine Wohnwagen mehr
30.April 2026
Es ist eine Nachricht, die in der Camping-Community für Aufsehen sorgt: Bürstner, eine der bekanntesten deutschen Traditionsmarken im Reisemobil- und Caravanbereich, stellt die Produktion von Wohnwagen zum Ende der Saison 2027 endgültig ein. Für viele Camper bedeutet das das Ende einer langen Geschichte – denn mit dem Wohnwagen begann einst die ganze Firmengeschichte des Herstellers aus Kehl am Rhein.
Klare Neuausrichtung auf Wohnmobile und Campingbusse
Bürstner gehört zur Hymer-Gruppe und hat in den vergangenen Jahren sein Portfolio bereits schrittweise umgebaut. Das Ergebnis ist jetzt eine klare strategische Entscheidung: Wer künftig einen Bürstner kauft, bekommt ein Reisemobil oder einen Campingbus – aber keinen Caravan mehr. Schon 2026 war das Wohnwagen-Angebot merklich geschrumpft, am Ende blieb mit der Baureihe B66 nur noch eine einzige Linie übrig. Der Schritt wirkt daher weniger wie ein überraschter Kurswechsel, sondern wie der konsequente Abschluss einer bereits länger laufenden Entwicklung.Was bedeutet das für bestehende Bürstner-Wohnwagen-Besitzer?
Wer bereits einen Bürstner-Caravan in der Auffahrt stehen hat, muss sich keine Sorgen machen: Das Unternehmen sichert ausdrücklich zu, dass Service, Wartung und Ersatzteilversorgung für alle bereits produzierten Wohnwagen weiterhin gewährleistet bleiben. Das ist eine wichtige Botschaft, denn gerade bei älteren Fahrzeugen hängt der langfristige Wert stark an der Verfügbarkeit von Original-Ersatzteilen und Werkstatt-Know-how.Ein Markt im Wandel
Der Rückzug von Bürstner aus dem Caravan-Segment spiegelt einen breiteren Trend wider: Campingbusse und kompakte Reisemobile liegen bei Neueinsteigern und jüngeren Campern stark im Trend, während klassische Wohnwagen vor allem im Bestand wachsen, aber bei den Neuzulassungen unter Druck stehen. Bürstner setzt konsequent auf diesen Wandel und bündelt seine Ressourcen dort, wo das Wachstum erwartet wird.Für langjährige Fans der Marke und eingefleischte Caravan-Urlauber ist es dennoch ein wehmütiger Abschied – ein Stück Camping-Geschichte geht zu Ende.




